Skifahren am Limit – 10 extreme Abfahrten in den Alpen

22. Januar 2016 - Katharina Teudt

Geht es um die steilsten Pisten der Alpen, denkt jeder gleich an die Harakiri in Mayrhofen oder die legendäre Streif in Kitzbühel. Darüber hinaus gibt es aber viele weitere, höchst anspruchsvolle Extrem-Abfahrten, die nur Profis bezwingen können. Wir stellen 10 Extreme vor.

Black Mamba

Black Mamba am Kitzsteinhorn

Die Black Mamba im Skigebiet Kitzsteinhorn ist selbst für Experten eine Herausforderung. Die schwarze Piste besitzt bis zu 63 Prozent Gefälle und überwindet auf 1 km Länge 290 Höhenmeter. Sie startet bei der Talstation der Kristallbahn und endet nach giftigen Steilhängen am Langwiedboden.

Manni-Pranger in Steinach am Brenner

Die Manni-Pranger-Weltmeisterpiste im Wipptal ist die steilste maschinell präparierte Piste Österreichs. Sie hat ein Gefälle von 102 Prozent (etwa 46 Grad Neigung), was schon viele Wagemutige auf den Hosenboden gezwungen hat. Der steile Schrecken ist benannt nach Manfred „Manni“ Pranger, einem Sohn aus dem Nachbardorf, der im Jahr 2009 Slalom-Weltmeister wurde.

Pala di Santa im Fleimstal

Die größte schwarze Herausforderung im Skigebiet Val die Fiemme/Obereggen liegt am Zanggen (2.492 m, it. Pala di Santa). Die gleichnamige Piste Pala di Santa ist die steilste im Ski Center Latemar und weist immerhin 58 Prozent Gefälle (30 Grad Neigung) auf. Der erste Abschnitt der 2,3 km langen Abfahrt ist aufgrund vereister Passagen besonders tückisch.

Diabolo am Golm

Die Teufels-Piste im Skigebiet Golm im Montafon ist mit 70 Prozent Gefälle (ca. 35 Grad Neigung) bei den Steilsten und Schwersten der Alpen ganz vorne mit dabei. An ihrem Start nahe der Bergstation Golmerjoch gilt das Motto „Aller Anfang ist schwer“. Entscheidend sind nämlich die ersten 312 Meter, die extrem steil sind. Danach geht es mit vergleichsweise angenehmen Carving-Schwüngen über die restliche Strecke.

Direttissima in Serfaus-Fiss-Ladis

Die Direttissima ist mit 1,5 km Länge relativ kurz und hat es mit ihren durchschnittlichen 70 Prozent Gefälle in sich. Der Geheimtipp führt von der Almbahn auf knapp 2.600 m in Richtung Mittelstation Schönjochbahn. Eine weitere Direttissima, eine schnurstracks nach unten führende Piste, gibt es am Katschberg zu bezwingen. Die dort Gefürchtete verläuft vom Aineck über 2,5 km und streckenweise mit 100 Prozent Gefälle (45 Grad Neigung).

Lange Zug in Lech-Zürs am Arlberg

Ebenfalls einen kniffligen Start erwartet Skifahrer auf der Lange Zug in Lech. Das erste Stück am Rüfikopf ist nichts für Einsteiger, fordert es doch mit satten 142 Prozent Gefälle (etwa 55 Grad Neigung) auch die besten Fahrer gehörig heraus. Etwas „flacher“ führt die präparierte Skiroute über insgesamt 4,7 km bis nach Lech ins Tal.

Gamsleiten 2 in Obertauern

Die imposante Gamsleiten 2 im Skigebiet Obertauern im Salzburger Land ist eine der steilsten Buckelpisten Europas. Sie führt die Kategorie tiefschwarz und ist mit 100 Prozent Gefälle (45 Grad Neigung) und dem oft vereisten oberen Bereich äußerst anspruchsvoll.

Die Gamsleiten 2 in Obertauern.

Lauberhorn in Wengen

Ein weiteres Extrem liefert die Lauberhornabfahrt im Berner Oberland. Vor dem Panorama von Eiger, Mönch und Jungfrau geht es 4,5 km abwärts. Damit ist sie nicht nur eine fordernde Aufgabe für erfahrene Skifahrer, sondern gleichzeitig die längste Abfahrt im Alpin-Ski Weltcup.

Schweizer Wand in Portes du Soleil

Die schwarze Piste Chavanette liegt mitten im Skigebiet Portes du Soleil am Gebirgspass Chavanette, der zwischen dem schweizerischen Champéry und dem französischen Avoriaz verläuft. Sie wird auch ehrfürchtig Mur Suisse (dt. Schweizer Wand) genannt. Die extreme Abfahrt führt über 1 km an der Ostseite des Passes im Skigebiet Champéry hinunter. Der Steilhang wird nicht präpariert, so dass er immer mit extremen Buckeln gespickt ist. Die Piste weist teilweise ein Gefälle von bis zu 50 Grad auf und ist wegen der Buckel technisch besonders anspruchsvoll.

La Grave bei Les 2 Alpes

Die Hänge oberhalb des kleinen Ortes La Grave (1.450 m) sind ein wahres Eldorado für Kamikazefahrer. Gefragt sind dort vor allem die schmalen Felsspalten, Couloirs genannt, die sich an den steilen Bergflanken auf knapp 3.600 m hinabwinden. Von La Grave aus bringt eine Gondel über zwei Sektionen in das wilde Gelände hinauf, bis zum höchsten Punkt zieht ein Schlepplift. Hier kann das Abenteuer Off-Piste für erfahrene Freerider beginnen. In der felsigen und schwierigen Umgebung sollte man jedoch nur mit einem Guide fahren!

Wie heißt es so schön: Runter geht es bekanntlich immer irgendwie. Doch diese Pisten werden nicht befahren, sie werden bezwungen.

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